Wieso meine Bäckerin mehr Umsatz machen könnte

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Sie kennen ja bestimmt diesen Brötchen-Lieferservice. Der Bäcker fährt frühmorgens aus und hängt ein Sackerl mit Gebäck an die Türschnalle. Ich liebe diesen Service und freue mich 5 Tage die Woche über frisches Gebäck.

Mein Bäcker bietet aber noch mehr: Man kann aus einer breiten Palette Gefrierwaren wählen, sich ein Gebäck in Firmenlogo-Form bestellen oder sogar an Backkursen teilnehmen.

Jetzt kontaktiert die Bäckersgattin zwei Mal jährlich ihre Stammkunden. Sie fragt, ob man mit der Ware zufrieden ist, erzählt über neue Produkte und informiert über die Backkurse. Viermal habe ich mit ihr bisher telefoniert und ich habe alle neuen Angebote ausgeschlagen – dabei hätte mich einiges davon sogar interessiert!

Aha, und wo hakt es jetzt, fragen Sie sich?

Die Bäckerin spricht wie ein Wasserfall! Sie redet ohne Punkt und Komma. Es gibt keinerlei Möglichkeit, einzuhaken. Erst wenn sie mich komplett zugetextet hat, bin ich an der Reihe.

Dann habe ich aber erstens die Lust verloren und kann mich zweitens gar nicht mehr an alles erinnern, mit dem sie mich eben zugeschwallt hat.

Pausen sind ein ganz wichtiger Bestandteil der Sprache. Nicht nur, weil Sie damit Ihrem Zuhörer die Möglichkeit geben, zu folgen und wirklich in einen Dialog treten! Es gibt noch viel mehr triftige Gründe, hin und wieder eine Pause einzulegen.

Sie brauchen Sprechpausen, um Luft zu bekommen.

Das klingt komisch, denn atmen tun Sie ja ohnehin automatisch. Aber wenn Sie über viele Sätze hinweg keine Atempause einlegen, klingt Ihre Stimme unangenehm gepresst. Atmen Sie dann erst wieder ein, wird das Luftholen deutlich hörbar – und das stört. Sprechen Sie in einem normalen Rhythmus und machen Sie zwischendurch Sprechpausen, dann holen Sie ganz natürlich und nebenbei Luft.

Sie brauchen eine Sprechpause um nachzudenken

Hier kommen die Verlegenheitswörter ins Spiel, die Ähs, Öhms und Alsos. Die setzen wir ein, wenn wir uns innerlich auf die nächsten Sätze vorbereiten. Machen Sie stattdessen eine kurze Sprechpause, das wirkt gleich souveräner.

Mit einer Sprechpause geben Sie dem Zuhörer eine Verschnaufpause

Ein Zuhörer muss Sätze verdauen können, erst dann kann er folgende Informationen abspeichern. Schenken sie ihm die Zeit! Sie profitieren beide davon, wenn das Gesagte auch einwandfrei angekommen ist.

Sprechpausen geben Ihrem Zuhörer die Möglichkeit nachzuhaken

Vielleicht hat Ihr Zuhörer Einwände oder Fragen, will Informationen loswerden. Wenn Sie wie ein Wasserfall sprechen, nehmen Sie ihm diese Chance. Dazu kommt, dass viele Menschen nicht gerne unterbrechen, weil sie nicht unhöflich sein können. Sprechpausen demonstrieren: Ich bin bereit für den Dialog! Sprich MIT mir.

Mit Sprechpausen werden Ausführungen nachhaltiger

Ganz ehrlich, ich habe mir vom erwähnten Bäckerei-Angebot nicht ein Produkt richtig gemerkt. Sorgen Sie mit Sprechpausen dafür, dass Ihr Zuhörer sich auch merkt, was Sie zu sagen haben.

Mit Sprechpausen unterstreichen Sie Ihre Worte

Sie können eine Aussage oder ein Wort betonen, indem Sie zuvor kurz innehalten. Setzen Sie die Pausen aber gezielt ein, sonst verlieren Sätze schnell an Sinnhaftigkeit.

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