Lesestunde V: Enzo

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Die letzte Lesestunde gab´s im Januar, es ist Zeit für Nachschub!

Wenn Sie diese Übung noch nicht kennen und mitmachen möchten, werfen Sie bitte ein Auge auf die Anleitung. Bei den Lesestunden geht es darum, die eigene Vorlesetechnik zu trainieren.

Heute hören Sie einen Ausschnitt aus dem Hörbuch „Enzo – Die Kunst, ein Mensch zu sein“ von Garth Stein. Ich bedanke mich wieder beim Argon Verlag, der Ihnen eine Hörprobe für die Übung zur Verfügung stellt.

Anleitung:

Trainieren Sie Ihre Vorlesetechnik!

Das Vorlesen zu trainieren ist sinnvoll, auch wenn Sie keine Ambitionen haben, Lesungen oder lyrische Abende zu veranstalten. Vorlesen ist auch eine gute Übung, mit der Sie Ihre Fähigkeiten in punkto Stimmführung und Deutlichkeit verbessern.

Wenn Sie bereit sind, können Sie beim Vorlesen so vorgehen:

  • Lesen Sie sich den Text zuerst leise durch, damit Sie sich mit ihm vertraut machen. • Überlegen Sie sich, an welcher Textstelle eine Sprechpause sinnvoll wäre, diese Stelle markieren Sie dann im Dokument, zum Beispiel mit dem Zeichen //. • Sprechen Sie nicht zu theatralisch, das kann den Zuhörer irritieren. Also, lieber nicht zu gefühlsduselig erzählen. • Jetzt hauchen Sie der Erzählung Leben ein und gestalten den Text mit Ihrer Stimme. Dabei lassen Sie sich von Ihrem Gefühl zu der Situation anleiten.

Bei dieser Übung lernen Sie, dass…

…. Sie sich auf einen Vorlese-Text viel besser einstellen können, wenn er Ihnen nicht fremd ist. … Sprechpausen ein sehr wichtiges Gestaltungsmerkmal sind, … und Sie sich am besten auf das Vorlesen UND das Zuhören gleichzeitig fokussieren, damit eine Erzählung wirken kann.

Im Anschluss können Sie sich anhören, wie der Sprecher den Text interpretiert hat. Aber hören Sie sich die mp3-Datei wirklich erst später an, so können Sie sich unvoreingenommen ans Vorlesen machen.

Und hier kommt Ihr Text:

Er wählte mich aus einem ganzen Knäuel Welpen aus, einem dahintapsenden Gewirr aus Pfoten, Ohren und Schwänzen, auf einem stinkenden Feld hinter einer Scheune bei Stadt namens Spangle im Osten des Staates Washington. Ich erinnere mich nicht mehr an viel dort. Nur an meine Mutter, eine schwere Labradorhündin mit herabhängenden Zitzen, die hin und her pendelten, wenn ihr gesamter Wurf, mich eingeschlossen, Jagd auf sie machte. Meinen Vater kenne ich nicht. Die Leute von der Farm erklärten Denny, er sei eine Mischung aus Schäferhund und Pudel, aber das glaube ich nicht. Ich habe da nie einen Hund gesehen, auf den die Beschreibung gepasst hätte. Die Farmersfrau war nett, aber der Farmer selbst, das Alphamännchen, war ein gemeiner Mistkerl, der dir in die Augen sah und selbst dann noch log, wenn die Wahrheit für ihn besser gewesen wäre. Ich bin sicher, mein Vater war ein Terrier. Weil Terrier Problemlöser sind. Sie tun, was man ihnen sagt, aber nur wenn es zu dem passt, was sie sowieso tun wollen. Es gab einen Terrier auf der Farm. Einen Airedale. Groß, braunschwarz und knallhart. Mit dem legte sich keiner an.

Die Interpretation des Sprechers (Helmut Krauss):

 

https://soundcloud.com/online-sprechkurs/lesestunde-v

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