Wer schreit, hat verloren!

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Gestern faulenze ich mit meiner Familie im Freibad. Wir brutzeln in der Sonne, essen Pommes und plantschen im Pool. Irgendwann setze ich mich an den Beckenrand und beobachte den fleißigen Bademeister. Es ist der letzte offizielle Badetag und es ist ein schöner Sommertag, da hat er natürlich jede Menge Arbeit. Von seinem Trillerpfeifchen macht er zwar Gebrauch, zusätzlich plärrt er aber durch das ganze Gelände.

Abgesehen davon, dass das Schreien aus dem Hals besonders schlecht für die Stimme ist, werden gebrüllte Sätze bei so einer Geräuschkulisse gar nicht verstanden. Ein lautes „He, du da! Du mit der roten Badehose!“ wird einfach verschluckt.

Besser eignen sich Zurufe mit langgezogenen Vokalen. Ein gedehntes „Haaaaaalllloooooo!!!“ kann der Empfänger gut wahrnehmen. Wenn der Rufende zusätzlich einen Trichter mit den Händen bildet, und diesen vor seine Lippen hält, wird die Rufwirkung super verstärkt.

Wenn Sie bereits im Vorfeld wissen, dass es laut werden wird, dann schenken Sie Ihrer Stimme ein paar Minuten. Machen sie ein Warm-up. Sie können Ihre Stimme zum Beispiel schon im Auto in Schwung bringen. Zwei Übungen hinter denen nicht sonderlich viel Aufwand steckt:

Summen: „mmmmmmm“

Schalten Sie das Autoradio ein und summen Sie beim nächsten Song einfach mit. Es ist dabei nicht wichtig, dass Sie die richtigen Töne treffen, versuchen Sie lieber die Vibrationen im Kopf wahrzunehmen.

Leise und lauter: „www“

Sie brauchen keine Kraft um laut zu werden. Auf der Fahrt könnten Sie das gleich ausprobieren und üben: die oberen Schneidezähne auf die Innenseite der Unterlippe legen und „wwww“ machen. Stellen Sie sich vor, ihr „www“ müsste eine weite Entfernung zurücklegen. Werden Sie laut und wieder leise.

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