Ein Hörspaziergang!

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Der Herbst bietet sich dafür ja wunderbar an. Wobei Sie einen Hörspaziergang nicht unbedingt in den Wald oder in die Weingärten machen müssen. Sie können auch im Supermarkt einen einlegen. Oder beim nächsten Kaffeehausbesuch einfach etwas mehr die Ohren spitzen.

Während dieser Spaziergänge konzentrieren Sie sich auf Geräusche, die Sie im Alltag kaum wahrnehmen. „Erhorchen“ Sie Ihren Aufenthaltsort. Wenn Sie ein bestimmtes Geräusch nicht zuordnen können, versuchen Sie herauszufinden, wohin es gehört. Im Kaffeehaus zoomen Sie ein entferntes Gespräch an Ihr Ohr, hören das Geschirrgeklapper aus der Küche, wie Ihr Sitznachbar an der Kaffeetasse nippt und sie wieder abstellt. In der Straßenbahn nehmen Sie das Geraschel der Jacken wahr, hören wie jemand sein Frühstück aus der Folie auswickelt oder in einer Handtasche herumkramt.

Mit einem Hörspaziergang schärfen Sie Ihre Wahrnehmung. Unseren Ohren widmen wir oft zu wenig Aufmerksamkeit, dabei ist der Gehörsinn so unglaublich wichtig.

Sie verbessern Ihr Training

Ein gutes Gehör kommt Ihrem Gespür für Sprechtechnik und Stimme zugute. Ihre Lauscher müssen gut funktionieren, wenn Sie mit und an sich arbeiten möchten. Und ab und zu die Ohren zu spitzen ist ja auch kein großer Aufwand. Bei einem Hörspaziergang investieren Sie lediglich ein bisschen Konzentration.

Vielleicht haben Sie schon einmal probiert, sich beim Sprechen aufzuzeichnen. Wenn Sie Ihre Aufnahme dann analysieren möchten, brauchen Sie ein gutes Gehör.

Und haben Sie schon einmal bewusst versucht, sich im Moment des Sprechens wahrzunehmen? Dafür ist ein geschulter Gehörsinn nämlich unerlässlich. Wenn Sie Tonalität und Sprechtechnik im Moment erkennen können, bringt Ihnen das eine Menge.

Sie erfahren mehr über Ihren Gesprächspartner

Wenn Sie gut hören, dann hat auch Ihr Gesprächspartner etwas davon. Sie nehmen ihn in seiner Gesamtheit wahr und können deutlich besser auf ihn eingehen.

Dazu kommt, dass Ihre Ohren dabei helfen, Ihr Gegenüber besser einzuschätzen. Wenn Sie richtig hinhören, sind Sie näher an Ihrem Gesprächspartner dran. Gerade bei Telefongesprächen sind gute Ohren besonders wichtig. Dann bleiben auch Seufzer oder tiefes Luftholen nicht unbemerkt.

Recht schwierig wird der Hörspaziergang übrigens dann, wenn unbekannte Geräusche zugeordnet werden sollen. Das kann spaßig sein, wenn man im Frühling im Freien unterwegs ist. Versuchen Sie einmal, das Vogelgezwitscher dem passenden Tier zuzuschreiben. Voll schwer ist das! Wenn Sie Frühaufsteher sind, können Sie den Gesang durch die Vogeluhr bestimmen:  für das Rotkehlchen beginnt der Tag sehr zeitig, es zwitschert bereits ab 4:10 Uhr. Der Buntsprecht hingegen ist ein richtiger Langschläfer, der beginnt erst um 9:15 Uhr mit der Arbeit.

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