„Auf Band klinge ich schreeeecklich!!!“

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Das hört sich ja furchtbar an! So klinge ich ja gar nicht!

Haben Sie ähnlich reagiert, als Sie sich das erste Mal auf Band gehört haben? Das ist ganz normal. Denn wenn Sie sich selbst „von außen“ hören, nehmen Sie die Rolle des Zuhörers ein. Die Schallwellen der Töne werden jetzt nämlich nur von Ihren Ohren wahrgenommen. Wenn Sie sich sonst beim Sprechen hören, nehmen Sie zusätzlich die Schwingungen im Kopf und an den Schädelknochen war – das nennt sich „Knochenleitung“. Darum hört sich Ihre Stimme „innen“ ganz anders an als von außen.

Lernen Sie Ihre Stimme kennen!

Wie gut man Sie versteht und wie konzentriert man Ihnen zuhören kann… all das hängt von Ihrer Stimme und Ihrer “Spreche” ab. Darum ist es gar keine so üble Idee, wenn Sie Ihre Stimme, so, wie die anderen sie hören, kennenlernen.

Wenn Sie ein Headset mit Mikrofon zur Hand haben, dann nehmen Sie sich doch gleich mal auf! Sie können sich für die Aufnahme das kostenlose Audioprogramm Audacity downloaden. Fein ist, wenn Sie zwei unterschiedliche Texte aufnehmen -so haben Sie zwei verschiedene Stimm- und Sprechversionen mit denen Sie arbeiten können.

Text Nr. 1: Lesen Sie einen kurzen Zeitungsartikel vor.
Text Nr. 2: Plaudern Sie über eines Ihrer Hobbies.

Wenn es jetzt gleich ans Abhören geht, lassen Sie sich bitte nicht verunsichern. Jeder, der seine Stimme so noch nicht kennt, ist überrascht.

Was kann ich mit einer Sprechaufnahme alles herausfinden?

Jetzt beurteilen Sie Ihre Stimm- und Sprechleistung selbst. Fragen Sie sich:

Versteht man mich klar und deutlich? Verschlucke ich Buchstaben?
Spreche ich zu hoch, zu tief, zu laut, zu monoton, mit zu viel Singsang?
Wie beurteile ich mein Sprechtempo? Bin ich zu schnell? Zu langsam?
Klinge ich gehetzt, lasch, gelangweilt oder sympathisch?
Hört man es, wenn ich Luft hole?
Wie betone ich?
Mache ich während des Sprechens auch Pausen?
Höre ich mir gerne zu?
Kann der Zuhörer mir folgen?
Bemerkt man meinen Dialekt?
Was stört mich sehr? / Was kann ich besonders gut?

Notieren Sie sich alles, was Ihnen zu Ihrer Aufnahme einfällt. Je intensiver Sie an die Sache herangehen, umso größer wird der Nutzen, den Sie daraus ziehen. Decken Sie Ihre Schwächen auf, schreiben Sie aber unbedingt auch über die Dinge, die Sie gut finden. Sie werden rasch ein besseres Gefühl für Stimme und Sprechweise bekommen.

Noch interessanter wird es, wenn Sie einen Freund bitten Ihre Aufzeichnungen zu analysieren. Sie können so noch viel mehr über sich herausfinden!

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