Drehen Sie den Spieß um!

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Kennen Sie die Kopfstandtechnik? Diese Technik können Sie anwenden, um Ihre Denkweise umzukehren oder auch um Ihr Lampenfieber ein wenig runterzuschrauben.

Und im Falle einer bevorstehenden Sprechsituation können Sie sich auch auf paraverbaler Ebene (Sprechtempo, Rhythmus, Melodie, Lautstärke…) gut auf den Zuhörer einstellen.

Die Kopfstandtechnik funktioniert ganz einfach: Wenn Sie eine Sprechsituation vor sich haben, bei der Sie glauben, dass Ihr Zuhörer eine bestimmte Erwartungshaltung an den Tag legt, dann drehen Sie den Spieß um.

Fragen Sie jetzt nicht mehr: Was wird von mir erwartet? (Mein Zuhörer will mich authentisch haben, präsent, kompetent, will meinen Worten ohne viel Konzentrationsaufwand folgen können… usw.).

Sondern fragen Sie sich jetzt:

Was erwarte ich von meinem Zuhörer?

Zum Beispiel:

* Ich erwarte, dass mein Zuhörer gespannt die Lauscher aufstellt.
* Ich erwarte, dass mein Zuhörer überrascht ist.
* Ich erwarte, dass mein Zuhörer aktiv mitarbeitet.
* Ich will verhindern, dass mein Zuhörer abdriftet usw.

Nun können Sie überlegen, wie Ihre Erwartungen erfüllt werden können.

Beispiel:

Ist bei dem Zuhörer Vorwissen vorhanden? An welcher Stelle im Text sollten Sie Ihr Tempo also drosseln, wo können Sie stattdessen ein bisschen Gas geben? Wie können Sie Ihren Zuhörer mit Ihrer Stimme führen, damit er aktiv mitarbeitet?

Wenn Sie den Spieß nämlich umdrehen, setzen Sie sich noch intensiver mit den Zuhörern auseinander und beachten zusätzliche Umstände, die Sie sonst außer Acht gelassen hätten (wie z.B. Alter, Wissensstand usw.).

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