Energietankstelle Pilates

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Pilates ist bestimmt ein total öder Sport. Da muss man sich mit mühsamen und langweiligen Bewegungen abrackern. So meine Gedanken letztes Jahr. Trotzdem wollte ich Pilates ausprobieren.

Und wissen Sie was? Seit April bin ich 2-3 Mal die Woche im Studio und ein richtiger Pilatesfan!

Dass mir diese Sportart doch so gut gefällt, liegt auch an meiner Trainerin. Die ist nämlich super. Sie fordert ihre Schüler und trotzdem lautet ihr Motto: „Immer in der eigenen Kraft bleiben“. Und langweilig fand ich die Kursstunden bisher auch noch nie.

Jedenfalls hat besagte Trainerin eine besonders kräftige und voluminöse Stimme. Und die kommt nicht von ungefähr. Je trainierter Bauch-, Becken-, Rücken- und Zwerchfellmuskulatur, umso kräftiger der Stimmklang. Deshalb bleibt ihre Stimme auch dann kräftig, wenn sie uns Übungen vorzeigt und diese währenddessen beschreibt. Also dann, wenn ihre Schüler gerade noch ein krächzendes „Uff!“ von sich geben können.

Könnten Sie in dieser Position ganz gemütlich und mit kräftiger Stimme erklären, was Sie denn da überhaupt machen?

Die Pilates-Übungen werden konzentriert und immer in Verbindung mit der Atmung ausgeführt. Das für die Übungen notwendige Kraftzentrum ist das sogenannte Powerhouse, also die Muskulatur rund um die Körpermitte. Pilates ist ein Wechselspiel zwischen Anspannen und Lösen.

Und ein lebendiger Stimmklang lebt ebenso von Anspannen und Lösen. Wenn wir sprechen, dann spannen sich die beteiligten Muskeln. Das betrifft sehr viele Muskelpartien, auch das im Pilates so häufig angesprochene Powerhouse. So baut zum Beispiel der Beckenboden Spannkraft auf, sobald wir zu sprechen beginnen. Atmen wir wieder ein, löst sich die Spannung. Der Beckenboden wird ohnehin gerne als Fundament für eine kräftige Stimme bezeichnet.

Ein Training das auf den Beckenboden (oder prinzipiell auf die Körpermitte) abzielt, wirkt sich also zusätzlich auf unseren Stimmklang aus. Trainieren können Sie den Beckenboden bewusst während des Sprechens, probieren Sie es das nächste Mal aus. Spannen Sie den Beckenboden bei einem Satz leicht an, beim nächsten Satz lösen Sie die Spannung wieder. Diese Übung funktioniert im Alltag wunderbar!

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