Lesestunde III: Der Anruf kam nach Mitternacht

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Der Lagato-Verlag ist so freundlich und stellt einen Hörbuchausschnitt für die nächste Lesestunde zur Verfügung, vielen Dank dafür!

Hier nochmal die Anleitung zur Lesestunde:

Trainieren Sie Ihre Vorlesetechnik!

Das Vorlesen zu trainieren ist sinnvoll, auch wenn Sie keine Ambitionen haben, Lesungen oder lyrische Abende zu veranstalten. Vorlesen ist auch eine gute Übung, mit der Sie Ihre Fähigkeiten in punkto Stimmführung und Deutlichkeit verbessern.

Wenn Sie bereit sind, können Sie beim Vorlesen so vorgehen:

• Lesen Sie sich den Text zuerst leise durch, damit Sie sich mit ihm vertraut machen.
• Überlegen Sie sich, an welcher Textstelle eine Sprechpause sinnvoll wäre.
• Sprechen Sie nicht zu theatralisch, das kann den Zuhörer irritieren. Also, lieber nicht zu gefühlsduselig erzählen.
• Jetzt hauchen Sie der Erzählung Leben ein und gestalten den Text mit Ihrer Stimme. Dabei lassen Sie sich von Ihrem Gefühl zu der Situation anleiten.

Der Lesetext stammt aus dem Hörbuch „Der Anruf kam nach Mitternacht“ von Tess Gerritsen. Sie können sich vorab oder anschließend die Interpretation von Hörbuchsprecher Gordon Piedesack anhören.

 

Hier ist der Hörbuchtext:

Ein Schatten fiel über die Gestalt. Der Schatten bewegte sich und wurde größer. Er schien sich der Treppe zu nähern.

Nick nahm Sarahs Hand und  gemeinsam rannten sie auf eine andere Treppe am Ende des Flurs zu. Er schien kein Ende nehmen zu wollen.Wenn der Killer schon aus dem Lokal heraufgekommen war, musste er sie noch sehen. Sie keuchten die Treppe hinauf, die zum Dachboden führte. Ein Glück, die Tür war nicht verschlossen. Leise machte Nick sie wieder zu, aber sie ließ sich nicht verriegeln. Nick zog Sarah im Dunkeln neben die Tür. Er bedeutete ihr, sich flach gegen die Wand zu pressen und kein Geräusch zu machen. Die Fußtritte näherten sich unaufhaltsam der Bodenstiege. Sarah wagte vor Angst und Anspannung kaum zu atmen. Die Tritte kamen näher und näher.

Plötzlich wurde die Türe aufgestoßen und knallte an der anderen Seite des Rahmens gegen die Wand. Aus dem Korridor fiel Licht in den finsteren Bodenraum. Im selben Augenblick sah Sarah wie Nick nach vorne Sprang und den Mann angriff. Nicks Schlag beförderte den Kerl zu Boden und Nick stürzte hinterher. Er versetzte dem Mörder einen weiteren Hieb, aber er prallte ab. Nicks einziger Vorteil war der Überraschungsmoment gewesen, er war kein trainierter Kämpfer. Es gelang dem Mann frei zu kommen und Nick mit der Faust in die Magengrube zu schlagen. Nick stöhnte auf und rollte zur Seite. Der Mörder sprang über den Boden um seine Waffe, die ihm während des Kampfes entglitten war, wieder aufzuheben. Noch ganz benommen von dem letzten Schlag konnte Nick nicht schnell genug reagieren. Der Mann riss die Waffe an sich. Verzweifelt stürmte Nick hinterher und griff nach dem anderen Handgelenk des Mörders, konnte ihn aber nur am Unterarm erwischen. Langsam und unerbittlich richtete sich der Lauf auf Nicks Gesicht.

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