Lebensmittel, mit denen sich die Stimme plagt

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Es heißt ja, in der Schwangerschaft bevorzugen manche Mütter ein bestimmtes Lebensmittel. Bei mir war das nicht so, ich mochte sie alle 😉

Anders war es dann in meiner Stillzeit, zum Frühstück und zum Abendessen musste immer das gleiche auf den Tisch: Joghurt mit Müsli. Ich war verrückt danach. Aber die vielen Milchprodukte waren dann doch zu viel: Ich bekam eine Lactoseintoleranz, die ich gekonnt ignorierte, dadurch stellte sich nächtlicher Reflux ein (da läuft in der Nacht die Säure wieder in die Speiseröhre retour, sehr „gschmackig“), und dadurch eine Speiseröhrenentzündung.

Diese Entzündung legte mich komplett lahm, es dauerte fünf Wochen bis ich wieder fit war. In dieser Zeit konnte ich weder Sprechaufträge annehmen noch im Einzelcoaching arbeiten. Zum Glück hatte ich keine Seminare ausgeschrieben, ich wäre nicht mal in der Lage gewesen, den Teilnehmern telefonisch abzusagen. Ich brachte ja keinen Ton heraus.

Warum ich Ihnen das erzähle? Weil Sie dadurch gut erkennen können, dass Essen auf Stimme wirkt. Natürlich ist es nicht immer so extrem. Aber eine Wirkung zeigt sich bei den verschiedensten Nahrungsmitteln ganz oft. Deshalb liste ich Ihnen einige Nahrungsmittel auf, die Ihnen kurz vor einem größeren Sprechakt einen Strich durch die Rechnung machen können:

Kaffee, Tee, Cola & Co, Alkohol

Zuviel des Guten kann gefährlich werden, vor allen Dingen, wenn Sie diese Getränke am Abend konsumieren. Warum? Weil es Getränke sind, die für Übersäuerung sorgen, und das wiederum fördert den oben beschriebenen Reflux. Trotzdem braucht Ihre Stimme Flüssigkeit! Also trinken Sie ausreichend Wasser, am besten ohne Kohlensäure, so bleibt der Kehlkopf schön feucht und Ihr Körper dankt es Ihnen sowieso.

Scharfes Essen

Mit Schärfe hat ihr Kehlkopf arg zu kämpfen. Es macht nichts, wenn Sie ab und zu scharf essen, aber wenn stimmlich einmal gerade nicht auf der Höhe sind, dann machen Sie lieber einen weiten Bogen um Chili & Co. Wieso?

Weil scharfe Gewürze die Schleimhäute austrocknen. Noch schlimmer ist dieser Effekt übrigens im Winter, wenn überall die Luft trockener ist – und wenn Sie mit einer Erkältung kämpfen.

Milch, Kakao und Joghurt

Gehören Sie zu den Menschen, die am Abend vorm Schlafengehen gern ein Glas warme Milch trinken, weil es sich darauf besser einschlafen lässt? Die Sache hat nämlich einen Haken: Milchprodukte sind ebenfalls schleim- und säurebildend. Übrigens: Wenn Sie erkältet sind und warme Milch trinken, tun Sie sich, wie aber oft angenommen, nichts Gutes, es kann sogar dazu führen, dass es ein bisschen länger dauert, bis Ihre Stimme wieder fit ist.

Schokolade

Hach. Auch gefährlich. Nicht nur für die Hüften, auch die Stimme freut sich nicht immer drüber.  Schokolade kann ebenfalls zu Übersäuerung führen und das ist prinzipiell immer zu vermeiden, und kurz vor Ihrer Präsentation legt sich so ein Schokostück leider auch am Gaumen an. Das kann zum Sprech-Hindernis werden. Also naschen Sie lieber nur dann, wenn Sie nicht unmittelbar danach sprechen müssen.

Zuckerl

Das kommt drauf an, um welches Zuckerl es sich handelt. Die „normalen“ süßen Zuckerl stören zum einen den Säure-Basen-Haushalt im Mund, andererseits legt sich auch hier ein Film am Gaumen ab. Tun Sie sich selbst den Gefallen und lutschen Sie vor dem Sprechakt lieber kein Zuckerl. Sonst dürfen Ihnen die anderen dabei zuschauen, wie Sie zwischendurch immer wieder ein Froschmäulchen machen, weil Sie gerade den letzten Zuckerlrest vom Gaumen kriegen wollen!

Das rohe Ei

Den Mythos gibt es nach wie vor: ein rohes Ei zu schlürfen soll dabei helfen, den Stimmklang positiv zu beeinflussen. Ich sag´s Ihnen ganz ehrlich, ich hab keinen blassen Schimmer. Ich rate Ihnen aber trotzdem unbedingt davon ab, schon alleine wegen der Salmonellengefahr

Natürlich können Sie Kaffee trinken oder scharfe Peperoni & Co essen. Wichtiger ist, dass Sie wissen, dass manche Lebensmittel durchaus auch auf die Stimme gehen können.

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